Freitag, 3. April 2009

Barrierefreie Websites

Ob alt oder jung, behindert oder nicht behindert, das Medium Internet ist für fast jeden Menschen mit das wichtigste Kommunikationsmittel geworden. Aber gerade die älteren und behinderten Mitbürger können die Informationen auf vielen Websites nicht wahrnehmen. Die Websites sind schlichtweg dafür überhaupt nicht ausgelegt. Ich bin der Meinung, dass die Anbieter von Websites diesen Notstand unbedingt ändern sollten, denn die Anzahl von behinderten Menschen ist sehr groß und es sollte doch jeder, also wirklich jeder, an dieser Art von Kommunikation teilnehmen können.

Was bedeutet nun barrierefreie Websites?
Barrierefreie Websites sind dementsprechend so ausgelegt, dass die Inhalte und Interaktionen für (möglichst) alle Benutzer bzw. Benutzergruppen und Endgeräte zugänglich sind.

Das klingt logisch und einfach, aber ist es überhaupt nicht. Die Entwicklung barrierefreier Websites ist alles Andere als trivial. Wenn man sich nur überlegt,
  • wie auch ein Blinder den Inhalt einer Webseite lesen soll.
  • Wie kann ein Farbenblinder ohne Mühe farblich gestaltete Websites lesen?
  • Wie können ältere Mitbürger mit eingeschränktem Sehvermögen den Webinhalt ohne Probleme lesen?
  • Was kann für Gehörlose Menschen getan werden, wenn ein Video in die Website integriert ist?
  • Was kann für motorisch behinderte Menschen getan werden?
Eine Website, die all die unterschiedlichen Einschränkungen bei behinderten Menschen berücksichtigt und doch für alle zugänglich ist, muss auch barrierefrei (d.h. ohne Barrieren) entwickelt werden. Hierfür gelten folgende Anforderungen:
  • Design bzw. Layout und Inhalt müssen getrennt sein
  • das Layout muss skalierbar sein (Anpassung an die Größe des Browserfensters)
  • die Website muss gut strukturiert sein
  • die Schriftgröße muss veränderbar sein
  • die Farben müssen richtig gewählt werden
  • der Kontrast muss ausreichend sein
  • es dürfen keine Grafiken mit integrierter Schrift verwendet werden
  • es dürfen keine Grafiken mit transparentem Hintergrund verwendet werden
  • der Textinhalt muss barrierefrei sein (z.B. Abkürzungen müssen korrekt ausgezeichnet sein, usw.)
  • downloadbare PDF-Dokumente müssen für alle zugänglich sein
Wer regelt denn nun die Barrierefreiheit im Web? Gibt es ein Gesetz? Gibt es Prüfmöglichkeiten?

Die drei Fragen können eindeutig mit ja beantwortet werden!

Die BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung) ist eine Verordnung zum Behindertengleichstellungsgesetz. Sie regelt die Umsetzung von § 11 BGG zur Barrierefreien Informationstechnik.

Beispiel
Öffentliche Einrichtungen sind verpflichtet, ihre Dienstleistungen auch behinderten Menschen zugänglich zu machen. Hier finden Sie Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen.

Fazit
Das Inhaltsangebot von Websites sollte für alle Menschen, die das Internet nutzen, zugänglich gemacht werden. Es sollte nicht nur das Design im Vordergrund stehen, sondern auch die Technik für barrierefreie Webseiten.

Links zum Thema barrierefreie Websites
Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz - BGG)

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